Block B616, Berlin

Kooperative, 2-phasige städtebaulich-freiraumplanerische Machbarkeitsstudie für eine gemischt genutzte Quartiersentwicklung am Mehringplatz in Berlin Kreuzberg, in Zusammenarbeit mit Treibhaus Landschaftsarchitektur, im Auftrag der Howoge Wohnungsbaugesellschaft und der AOK.

Der städtebaulich-freiräumliche Kontext um den Block 616 am Mehringplatz ist sehr heterogen und von verschiedenen bauzeitlichen Phasen geprägt. Auf einer untergenutzten Parkplatzfläche eröffnet sich die Gelegenheit einer gemischt genutzten baulichen Entwicklung zur städtebaulichen Neuordnung der Situation. Die Freiraumstruktur ist geprägt von erhaltenswertem Baumbestand, es bestehen viele private und öffentliche Grünflächen, die aber derzeit unzusammenhängend nebeneinander liegen. Einer differenzierteren Gliederung der Freiräume durch raumbildende Anordnung der neuen Baukörper ist ein wesentliches Entwurfsmotiv.

Schwarzplan Mehringplatz und Kontext

In Phase 1 entwickeln wir auf Basis von drei unterschiedlichen Freiraumideen drei unterschiedliche städtebauliche Konzepte.

Drei Freiraumideen als Ausgangspunkt
Drei städtebaulich-freiraumplanerische Konzepte

In Phase 2 arbeiten wir das Konzept der Vorzugsvariante aus: Die Leitidee ist die Entwicklung von drei differenzierten Freiräumen mit unterschiedlichen Qualitäten für die Nachbarschaft. Die verspringende Anordnung des Howoge-Gebäudes und der Durchgang Friedrich-Stampfer-Str. zum Mehringplatz bilden als bestehende gliedernde Elemente den Ausgangspunkt für die neue städtebauliche Figur und die drei neuen Freiräume.

Das Bebauungskonzept verfolgt eine Nachverdichtung in Form von zwei L-förmigen Baukörpern mit überhöhten Kopfbauten. Die Kubaturen dienen als gliedernde Elemente für eine Differenzierung des Freiraums. Sie haben eine Grundhöhe von sieben Gewerbe- bzw. acht Wohngeschossen an der Wilhelmstr. und sechs Wohngeschossen an der Quartiersnische. Zwei Überhöhungen an den Kopfbauten mit 8- bzw. 13-Geschossen schließen die L-förmigen Baukörper ab.

Lageplan Vorzugsvariante Quartiersnische und Stadtzimmer
Mehrwert für die Nachbarschaft
EG-Grundriss mit vertiefender Freiraumgestaltung

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